Mit einem 5,5:2,5 gegen die Gäste von Schott Jena hat die zweite Mannschaft des ESK am vorletzten Spieltag der Thüringenliga praktisch den entscheidenden Schritt zum Oberligaaufstieg getan. Verfolger Medizin Erfurt (4,5:3,5-Sieg in Apolda) bleibt vor der Schlussrunde nicht nur zwei Zähler auf Distanz, bei exakt acht Brettpunkten Vorsprung reicht dem ESK Ende April gegen die fußbrothers Jena ein einziges Remis zur Meisterschaft. Ein Schrittchen nur, das dem getanen großen Schritt noch folgen muss.
Möglicherweise wird zumindest einer aus den ESK-Reihen etwas dagegen haben: Paul Seinsoth. Der 21-Jährige (im Titelfoto rechts) kennt in dieser Saison nur eine Devise. Und die heißt Sieg! Gegen Schott Jena schraubte er seine unglaubliche Serie auf acht Siege aus acht Partien. Der automatische DWZ-Rechner weist derzeit ein Plus von 77 Punkten für ihn aus, verbunden mit dem Sprung über die 2100-er Marke. Noch eindrucksvoller ist mit unglaublichen 2607 seine Performance beziffert! „Alle Neune“ wäre wohl ein Novum in den Thüringer Spielklassen, jedenfalls ist der Durchmarsch nun das erklärte und legitime Ziel des ESK-Shootingstars.

Jenas Top-Talent Mattheo Gabriel Junge trotzte IM Joachim Brüggemann ein Remis ab.
Weitere volle Punkte holten Maximilian Kölsch, Linus Apel und Erik Heitmann, Remis steuerten Joachim Brüggemann, Rainer Krüger und Philipp Zitzelsberger bei.

Eine kurze Angelegenheit war das Remis zwischen Rainer Krüger
(rechts) und Jenas Peter Babrikowski.
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Immer in der Nähe der Meisterschaft und des Aufstieges spielte in der zu Ende gehenden Saison auch die dritte Mannschaft des ESK in der Landesklasse West. Der 4,5:3,5-Sieg bei Randspringer Bad Salzungen setzt die Reihe der respektablen Ergebnisse des Neulings fort. Juan Molina, Doreen Troyke und Ronald Steinacker gewannen ihre Partien. Die Punkteteilungen von Frank Möller und den Youngstern Kilian Lux und Christoph Posern komplettierten die erfolgreiche Mannschaftsleistung.
Mit zwei Punkten Rückstand auf den SC Suhl sind die Aufstiegschancen freilich nur noch winzigster theoretischer Natur, aber der schon gesicherte Platz auf dem Treppchen ist eines Aufsteigers mehr als würdig. Entschieden wurde die Saison letztlich bereits am ersten Spieltag, als der ESK als Neuling dem Favoriten Suhl ein 4:4 abknöpfte. Nicht auszudenken, wäre da mit Caissas Hilfe noch ein halber Punkt mehr herausgesprungen…
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Nichts zu holen gab es für die vierte Mannschaft des ESK in der 2. Bezirksklasse Mitte. Gegen die in Stammbesetzung angereiste fünfte Mannschaft von Vimaria Weimar hielt das Erfurter Quartett zwar lange gegen, stand der Wucht des neuen Spitzenreiters beim 0:4 letztlich aber wehrlos gegenüber.

Sommerzeit-Müdigkeit? Die vier ESKler (links von vorn) Demir Ali, Moritz Franke, Leonard
Hendrich und Leonard Röder kämpften offensichtlich nicht nur gegen die Weimarer Übermacht.
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Text und Fotos: Axel Eger

