Moritz Franke knapp am Preisgeld vorbei

Einziger ESK-Starter bei den Deutschen Schnellschach-Amateurmeisterschaften in Würzburg war Moritz Franke. In Gruppe E holte der Zwölfjährige 5,5 Punkte aus neun Runden und verpasste als Achter die Preisgeldränge nur um einen Platz.

Vor allem am ersten Tag unterstrich Moritz seine gewachsene Stärke. Mit vier Punkten aus fünf Partien lag er auf Rang zwei und damit aussichtsreich im Rennen um den Turniersieg. Lohn und Herausforderung zugleich: Zum Auftakt des zweiten Tages musste er an Brett eins gegen den bis dahin mit fünf Siegen durchmarschierten Damien Arriens (Rottendorf) ran. Der Erfurter wurde im Spanier mit dem Jänischgambit überrascht, brauchte entsprechend viel Zeit, kämpfte lange hoffnungsvoll, musste sich am Ende aber doch geschlagen geben.

Es folgten drei Remispartien, darunter eine gegen den späteren Turniersieger Vitus Siegel (Würzburg). Damit sicherte sich Moritz schließlich den achten Platz.

Immerhin blieb am Ende doch ein Preisgeld in der Familie: Papa Stefan belegte beim Kegelturnier (10 Volle/10 Abräumer) mit 66 Holz den dritten Platz und durfte 20 Euro Preisgeld entgegennehmen.

Der gastgebende TSV Lengfeld 1876 richtete die Meisterschaften im Rahmen seines 150-jährigen Vereinsbestehens mit viel Herzblut aus. „Es war wirklich ein Top-Turnier mit sehr angenehmer Atmosphäre. Das hat richtig Spaß gemacht“, sagte Simon Degenhard, Sieger der A-Gruppe und damit Qualifikant für die Deutschen Schnellschachmeisterschaften 2027.

Und auch die Schacholympiade war in der Kürnachtalhalle präsent: Die 242 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden regelmäßig über die Zwischenstände aus Samarkand auf dem Laufenden gehalten. Vor der letzten Runde konnte schließlich der Medaillengewinn von Keymer & Co. verkündet werden – und in der Halle brandete Applaus auf.

Text: Axel Eger / Foto: Stefan Franke